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Wann ist die beste Zeit für einen Kaffee und wie hilft er beim Abnehmen?

Körperfett verbrennen mit Kaffee: Klingt unglaublich, scheint aber wahr zu sein. Wie britische Forscher kürzlich herausgefunden haben, kann Kaffee tatsächlich beim Abnehmen helfen. Allerdings nur, wenn er ohne Milch getrunken wird. Greife am Morgen also lieber zu schwarzem Filterkaffee oder Espresso! Aber ist der Morgen überhaupt der richtige Zeitpunkt für Kaffee? Wir verraten dir auch den zeitlichen Aspekt für das neue heimliche Superfood.

Kaffee wird schon lange eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Eigenschaften nachgesagt. Etwa helfe der Konsum, das Gedächtnis fit zu machen, das Krebs-Risiko zu senken oder dagegen, vorzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Auch das Risiko, an Parkinson zu erkranken, soll durch Kaffee sinken.

Doch nun gehen britische Wissenschaftler sogar so weit, zu behaupten: Kaffee kann beim Abnehmen helfen. Die Forscher der University of Nottingham publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift ‚Nature‘. Demnach soll das im Kaffee enthaltene Koffein den Körper zu einem erhöhten Energieverbrauch und einer verbesserten Fettverbrennung anregen.

Um herauszufinden, welche Wirkung Kaffee auf die Fettverbrennung hat, setzten die britischen Wissenschaftler gesunden und normalgewichtigen erwachsene Probanden verschiedenen Mengen Koffein aus.

‚Böses‘ und ‚gutes‘ Fettgewebe

Dadurch wollten sie feststellen, wie deren Fettzellen auf den Kaffee reagieren. Zunächst ist hier die Unterscheidung zwischen weißem und braunem Fettgewebe wichtig. Platt gesagt ist das weiße das ‚böse‘ Fett – denn, es speichert Energie. Früher benötigten es Menschen, um etwa Hungersnöte zu überleben. Heutzutage jedoch sorgt es bei einigen Menschen lediglich für den ‚Wohlstandsbauch‘ oder eben Übergewicht.

Das braune Fettgewebe hingegen ist ‚gut‘ und sorgt für einen gesunden Körper – es ist allerding etwas träge und muss durch Sport und Bewegung erst aktiviert werden.

Sport und Koffein regen Fettverbrennung an

Nun steht fest: Auch Koffein kann diese Aktivierung bewirken. Dies stellten die Forscher aus Nottingham fest, als sie die Temperaturen ihrer Probanden verglichen. Ergebnis: Kaffeetrinken sorgte für eine deutlich erhöhte Temperatur in genau der Körperregion, in der sich besonders viel braunes Fettgewebe befindet.

Das auf diese Weise angeregte braune Fettgewebe kann nun dafür sorgen, das weiße Fettgewebe effizienter zu verbrennen und so sorgt Koffein (oder das Kaffee-Getränk) für den Abnehmerfolg.

Aber Achtung: Wer Milch, Zucker oder zuckerhaltigen Sirup in seinen Kaffee schüttet, sorgt für den gegenteiligen Effekt. Die Forscher weisen außerdem darauf hin: Kaffeetrinken ersetze natürlich weder Bewegung noch Diät; Kaffeetrinkern aber falle das Abnehmen leichter.

Abnehmen und Gewicht halten: Kaffee kann Effekt unterstützen

Eine ähnliche Entdeckung hatten 2015 bereits Forscher der Universität Hannover gemacht: Das Team um Professor de Zwaan stellte fest, dass regelmäßiger Kaffeekonsum nicht nur hilft, überflüssige Pfunde zu verlieren sondern auch dabei, das Wunschgewicht zu halten.

Doch wann solltest Du deinen Kaffee überhaupt trinken? Die Antwort ist relativ einfach: Frühestens eine Stunde nach dem Aufwachen sollten Sie Ihren (Morgen-)Kaffee genießen. Damit erzielen Sie jedenfalls den maximalen ‚Hallo-wach-Effekt‘.

Uhrzeit für Genussmenschen irrelevant 

Für Genussmenschen gilt: Die Uhrzeit spielt keine Rolle, denn Ihr trinkt euren Kaffee ja sowieso wann immer ihr mögt, nicht wahr?!

Minimale Koffein-Dosis bestimmen

Zurück zum Abnehm-Effekt durch Koffein (Kaffee): In weiteren Studien müsse nun herausgefunden werden, inwiefern die Aktivierung der braunen Fettzellen durch die Dosis bestimmt werde und ob der Effekt auch bei bereits fettleibigen Menschen oder Diabetikern eintrete.

Bis dies wissenschaftlich erforscht ist, genießt gerne den einen oder anderen Kaffee – am besten in einer ruhigen Minute in unserem sonnigen Biergarten oder der SportweltBAR, frisch aus der Siebträgermaschiene für euch zubereitet.

Euer ARAMIS Sportwelt Team

Veröffentlicht am 22. August 2019