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Genussvoll und achtsam essen

Eiweiß-Pralinen, Kuchen mit Zuckerersatz oder Schokolade mit Superfoods – da haben wir ehrlich gesagt nur bedingt Appetit drauf. Das ARAMIS Sportwelt Team genießt lieber mit Achtsamkeit normale Schokolade und die Waffeln mit Eis am Sonntag – ganz ohne schlechtes Gewissen. Wie das geht, zeigen wir euch in diesem Artikel.

Du möchtest dein Essverhalten ändern und achtsamer essen?

Durch mehr Achtsamkeit und Bewusstsein kannst du besser spüren, was dein Körper benötigt. Besitzt du ein gutes Körpergefühl, kannst du unterscheiden, ob du wirklich Hunger hast oder die Lust auf etwas zu Essen durch Kummer oder Langeweile kommt. Du erkennst die gesunde Sättigung und wählst das, was dir gut tut. Genieße den Augenblick und das mit deiner vollen Aufmerksamkeit!

In der heutigen Zeit sind wir extrem vielen Außenreizen ausgesetzt. Durch die Werbung, den Duft der Bäckerei, die Bilder auf Verpackungen und im Internet – überall werden wir zum Essen verführt. Und leider werden verstärkt ungesunde, fettreiche und stark zuckerhaltige Produkte beworben. Diese verführerischen Reize animieren uns dazu, zu Lebensmitteln zu greifen, die der Körper nicht benötigt.

Gehen wir regelmäßig diesen Verführungen nach, wird das schnell zur Gewohnheit. Sie übernehmen ganz unbewusst Regie über unsere Essvorlieben. Dabei hören wir nicht mehr auf unseren Körper, sondern nur noch auf unsere gewohnten Abläufe, wovon denen wir denken, dass wir sie brauchen. Doch wie kann man das erkennen?

Psychologen unterscheiden zwischen Lebensmitteln, die „summen“ und der Körper braucht und wünscht und Lebensmittel, die „winken“. Das sind diejenigen, die in der Werbung angepriesen werden. Essen wir gezielt „summende“ Produkte, bekommen wir ein bewusstes und bedürfnisorientiertes Essverhalten. Hör‘ in dich hinein und prüfe, ob es bei dir „summt“ oder „winkt“.

Essen ohne Ablenkung

Das andere Problem, was wir häufig haben ist, dass wir viel unterwegs und nebenher essen. Da beißen wir vom Brötchen im Stehen, knabbern Chips im Auto oder vor dem Fernseher. Mit dieser Ablenkung konzentrieren wir uns nicht mehr auf das Wesentliche. So bleiben die Sinnenfreude und ein bewusstes Essverhalten auf der Strecke. Wir spüren dabei nicht mehr richtig, wann wir genau satt sind und verlernen unser natürliches Sättigungsgefühl.

Essen wir ständig zwischendurch, unbewusst, unregelmäßig und immer wenn etwas zu essen da steht, trainieren wir unser Hungergefühl ab. Doch musst du wirklich jeder Lust nachgehen? Um die natürlichen Bedürfnisse wahrzunehmen, sollte eine positive Aufmerksamkeit sich selbst gegenüber erlernt werden. Mit Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen kannst du zu einem besseren Körpergefühl gelangen.

Achtsam und genussvoll essen, was bedeutet das?

Wir nehmen über unsere fünf Sinne das tägliche Essen und Trinken verschieden wahr. Dadurch entstehen der Appetit und die Lust am Essen. Ohne diese Sinne hätten wir keinen Spaß an einem knackigen bunten Salat oder würden den Tisch für die Gäste nicht dekorieren. Eine Möhre schmeckt besser, wenn sie knackig ist.

Auch das Wasser läuft uns im Mund zusammen, wenn wir den Geruch von angerösteten Pinienkernen riechen und den Duft von frisch gemahlenem Kreuzkümmel wahrnehmen. Ohne Gewürze, Kräuter und Aromen würden unsere Speisen ohne Pepp schmecken.

Dabei ist der Genuss ganz wichtig und bringt ein positives Gefühl, das dir gut tut und dich zufrieden stimmt. Insbesondere der Anspruch an die Qualität der Lebensmittel steigt mit mehr Achtsamkeit und Genießen. Wir essen kontrollierter, bewusster, langsamer und automatisch weniger.

Koche mit frischen Zutaten und konzentriere dich ganz auf das Aroma und die Textur des Essens – dann wirst du bemerken, dass sich dadurch nicht die Essensmenge steigert sondern Sättigungsgefühle schneller wahrgenommen werden und du dadurch automatisch weniger isst. Achtsames Essen kann das ganze Essverhalten positiv verändern.

Praktische Tipps für mehr Achtsamkeit im Essensalltag

Beobachte dein Essverhalten, erkenne welche Einflüsse deine Gewohnheiten haben und welche du nun ändern könntest. Dabei hilft ein Ernährungsprotokoll, das du zu Beginn fünf bis sieben Tage führen solltest.

Plane täglich fünf bis zehn Minuten für eine Entspannungs-, Atem- oder Achtsamkeitsübung ein. Das führt zu einem verbesserten Körpergefühl.

Du isst unkontrolliert und ständig Süßigkeiten nebenbei? Dann terminiere deine Süßigkeit zu einem festen Zeitpunkt am Tag. Vielleicht hast du besonders am Nachmittag oder am Abend Lust auf das Stück Schokolade oder den Keks. Wenn du auf der Arbeit oder unterwegs von Süßigkeiten oder Backwaren verführt wirst, sag‘NEIN DANKE, denn dein Extra hast du schon zu einem anderen Zeitpunkt eingeplant. Das Ablehnen fällt dir leichter wenn du weißt, dass du noch in den Genuss von etwas Süßem kommst.

Genieße zu dieser Zeit das Extra mit der vollsten Aufmerksamkeit, ohne Ablenkung und nebenher. Setze dich hin und schnuppere erst einmal an dem Keks oder dem Stück Schokolade. Iss das Stück ganz langsam auf. Bissen für Bissen. Schokolade kannst du beispielweise sogar auf der Zunge zergehen lassen.

Hab‘  beim Essen von deinem „Extra“ kein schlechtes Gewissen und verbiete dir die Süßigkeiten nicht.

Pack‘ dir in eine Dose sieben Portionen Süßigkeiten. Damit kannst du besser planen und daraus die ganze Woche naschen.

Schnuppere zwischendurch an Kräutern und Gewürzen, nimm‘ ein Stück Karotte in den Mund und kaue länger darauf. Spüre dabei die Süße auf der Zunge. Lass‘ deinen Blick auf das Salatblatt oder die Kräuter fallen und betrachte die Form, Farbe und die Struktur des Blattes. So kann die Entspannung beginnen bevor es mit dem Genießen losgeht.

Iss ohne Ablenkung und langsam!!! Kaue gut und mach‘ auch mal Pausen zwischendurch. Schalte dabei das Handy oder den Fernseher aus.

Essen ist toll und sollte ein Erlebnis für dich, deinen Körper und deine Sinne sein! Auch wir sind echte Genießer und am Ende des Tages sind wir doch alle mehr oder weniger wahre Liebhaber von gutem Essen, oder?

Dein ARAMIS Sportwelt Team

Veröffentlicht am 26. April 2019