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Ernährung zum Beginn des Winters

Wenn es draußen früher dunkel und kälter wird, dann klopft der Winter an die Tür. Die warmen Tage sind vergangen und die dicken Wintersachen werden aus dem Sommerversteck wieder hervorgekramt. Doch der Schutz vor der Kälte durch dicke Anziehsachen ist nicht genug. Das Immunsystem muss für die kalte Jahreszeit von innen gestärkt werden. Dabei muss man nicht immer zu Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmittel greifen. Eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung ist oft schon ausreichend.

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Ernährung viel Vitamin C enthält.

Nachdem der Sommer vorbei ist und die leckeren, nährstoffreichen Obst- und Gemüsesorten wie Kirschen, Erdbeeren, Paprika und Spargel aus eigenem Anbau verzehrt sind, spielt die richtige und vitaminreiche Ernährung im Winter eine große Rolle.
Neben importierten Früchten wie Orangen, Grapefruits oder Kiwis, bietet jedoch auch frisches Gemüse aus einheimischem Freilandanbau viele wertvolle Inhaltsstoffe. Einige typische Wintergemüse wie Rosen- oder Grünkohl schmecken sogar nach dem ersten Frost richtig gut. Doch neben verschiedenem Kohlgemüse, das zum Teil den ganzen Winter über geerntet werden kann, sind im November noch eine ganze Reihe anderer Sorten auf dem Markt, beispielsweise Rote Beete und Steckrübe. Diese teilweise wenig bekannten Sorten haben einiges an wertvollen Inhaltsstoffen zu bieten. So ist Rote Beete reich an Eisen und Steckrüben enthalten pro 100 Gramm gut ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin C.
Aber auch die echten Wintergemüse, die im Dezember, Januar und Februar noch frisch vom Feld kommen, weisen beachtliche Mengen an wichtigen Inhaltsstoffen auf. So sei zum Beispiel der Eisengehalt von Grünkohl oder Feldsalat höher als der von Schweinefleisch und 100 Gramm Rosenkohl enthalten genug Vitamin C für zwei Tage. Doch unschlagbar sind Kohlgemüse besonders was den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen angeht. Vor allem Carotinoide und Glucosinolate sind in großen Mengen enthalten. Sie wirken als Antioxidanten und können sogar zur Vorbeugung von Krebserkrankungen beitragen. Die negativen Nebenerscheinungen, wie Blähungen, können durch Beigabe von Kümmel gemindert werden. Bei der Zubereitung sollte man einige Dinge beachten: Kurze Garzeiten helfen, dass möglichst viele Nährstoffe erhalten bleiben. Stundenlanges Kochen zerstört vor allem die Vitamine. Dünsten oder Dämpfen sind schonende Alternativen. Bei Salaten verhindern ein paar Zitronen-Tropfen den Vitaminabbau durch Sauerstoff. Frisches Gemüse sollte unmittelbar nach dem Einkauf verarbeitet und Obst schnell gegessen werden, damit es seinen Vitamingehalt nicht verliert.

Veröffentlicht am 19. Oktober 2015